Sonntag, 15.1.2023 um 11.30 Uhr

Vortrag von Harald Kerber/ Moderation Michael Kröger

Das Kunstwerk und seine Rezeption sowie einige Überlegungen zum Thema Nichts Fast-Nichts, Leere und Abwesenheit

 

Unser Programm im Rahmen der Ausstellung FAST NICHTS – Dimenstionen von Abwesenheit

Kunstwerke erinnern in der Ausstellung „Fast nichts“ an Spuren, Fragmente und Atmosphären, die von der Abwesenheit der Menschen, seiner Macht und Ohnmacht, von Beobachtungen zum Nichts, erzählen. Harald Kerber erinnert mit Adornos Kritischer Kunst-Theorie daran, dass das Medium Kunst als Paradoxie einer utopischen Versöhnung der verdinglichten Verhältnisse immer davon träumt, in Form von Kunstwerken zu dieser Versöhnung beizutragen. „Kunst an sich ist machtlos. Aber sie repräsentiert in fiktiver Gestalt, was die Wirklichkeit als versöhnte und der Mensch als Spielender (Schiller) sein könnten.“ (Harald Kerber). Ob sich die Ausstellung „Fast Nichts“ als ein derartiger Appell der Versöhnung mit gesellschaftlicher Macht erweist, wird vielleicht erst deutlich, wenn wir uns unser eigenes Bild des Nichts erschaffen: In jedem sichtbaren Werk ist auch Unsichtbares („Nichts“) präsent; wir können uns deren Macht nicht entziehen, ihr aber unsere Form geben.

Um 11 Uhr laden wir Sie zu einem geführten Ausstellungsrundgang ein.

Foto: Angelika Regenbogen-Brünink

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