Schrittweise

Ausstellung und Tanzperformance

Aufbrechen, gehen, spazieren, flanieren, lustwandeln, umherziehen, schweifen, wandern, laufen, vielleicht ankommen.

Mit Werken von Daniela Georgieva, Anett Frontzek und Kati Gausmann

kuratiert von Ann-Katrin Günzel

21. Oktober bis 19. November 2022

Unsere nächsten Termine:

Freitag 11.11.2022 19.00 Uhr – HaseTalk mit der Künstlerin Kati Gausmann*

Samstag 12.11.2022, 14.00 Uhr – HaseWalk mit der Künstlerin Kati Gausmann*

Bildergalerie zur Performance „blank memory of absence“ der Choreografin Daniela Georgieva und der Ausstellung mit Arbeiten von Anett Frontzek und einer Dokumentation iher Arbeit „aha“ von Kati Gausman. (bitte weiterklicken)

Das Projekt thematisiert im Rahmen der im Kunstraum hase29 dieses Jahr durchgeführten Reihe „Nähe und Distanz“ die elementare Form des Erkundens von Raum über die (Fort)Bewegung des Gehens.

Mit der Tanzperformance „blank memory of ab- sence“ der Choreografin Daniela Georgieva (*1979), erforschen vier Tänzer*innen den Kunstraum in einer vor Ort entstehenden Choreografie, indem sie das Gehen als ein ästhetisches Ausdrucksmittel einsetzen. Die Performance wird im Anschluss als Film im Kunstraum zu sehen sein.

Die Bilder der Künstlerin Anett Frontzek (*1965) neh- men das Thema konzeptuell auf. Indem sie karto- graphische Quellen bearbeitet und nur ausgesuch- te Pfade stehen lässt, entsteht ein feines Geflecht aus begehbaren Linien, über die das Unterwegssein passiert. Das schrittweise Gehen bedeutet immer auch einen Zugang zur Welt.

Zudem hat die Künstlerin Kati Gausmann (*1968) für die Ausstellung einen Hase-Walk konzipiert. Interessierte sind eingeladen, mit der Künstlerin den Fluss schrittweise durch die Osnabrücker Innenstadt zu begleiten und an ausgewählten Orten gemein- sam innezuhalten.

Am Vorabend des Walks wird Kati Gausmann ihr Projekt im Rahmen eines Artist Talk vorstellen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der einen für die Ausstellung konzipierten Spaziergang enthält. So kann eine eigene schrittweise Erkundung der Umgebung erfolgen.

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Das schrittweise Gehen, so wird sowohl in der Performance als auch in den Bildern deutlich, bedeutet immer auch einen Zugang zur Welt. Um diesen Zugang partizipativ für das Publikum anzubieten, erfolgt während der Laufzeit des Performance- und Ausstellungsprojektes eine Aufforderung zum Gehen, ein Appell zum Wiederentdecken des Alltagsraumes, wie er in zahlreichen künstlerischen Praktiken seit den 1960er Jahren zu finden ist, sei es Tanz, Performance, Land Art oder Walking Art. Über verschiedene Anweisungen, die im Kunstraum ausliegen, erfolgt eine schrittweise Erkundung der Umgebung, die inmitten der Geschwindigkeit der beschleunigten Mobilität unserer auf Effizienz bedachten Lebensrealität die Suche nach persönlichen Spuren und Pfaden erlaubt.

Foto: Nathan Ishar

Daniela Georgieva, blank memory of absence (Probe) 2022 Choreografie,

Installation: Martin Pfeifle

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Sich gegenseitig annähernd, suchend, indem sich Wege kreuzen, dabei Spuren und Verläufe aufzeigend, werden die Tänzer*innen ein eigenes Handlungsfeld erspüren und damit den Körper und das Selbst zur unmittelbaren Umgebung und zu den anderen in Beziehung setzen. Nähe und Distanz werden auf diese Weise spür- und erlebbar, Alltagshandlungen und Erfahrungen werden neu verhandelt, Lebenswege gegangen und das Spiel mit Abwesenheit und Leere prägt sich dabei in unser Bewusstsein. (Kostüme: Judith Schroiff, Sound: Lisa Klinkhammer, Raum Design: Martin Pfeifle)

Während der Probenwoche vom 17.-21.10 2022 werden sporadisch Einblicke in den Probenprozess möglich sein, das Publikum ist eingeladen, kurze Sequenzen in der Entstehung zu beobachten, bevor „schrittweise“ mit der Performance BLANK MEMORY OF ABSENCE am 21.10. eröffnet wird. Im Anschluss an die Aufführungen am Eröffnungswochenende werden die Filmaufnahmen, die Nathan Ishar während der Proben aufnimmt, im Kunstraum zu sehen sein.

Anett Frontzek

Die Bilder der Künstlerin Anett Frontzek (*1965) neh- men das Thema konzeptuell auf. Indem sie karto- graphische Quellen bearbeitet und nur ausgesuch- te Pfade stehen lässt, entsteht ein feines Geflecht aus begehbaren Linien, über die das Unterwegssein passiert. Das schrittweise Gehen bedeutet immer auch einen Zugang zur Welt.

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Die Bilder der Dortmunder Künstlerin Anett Frontzek (*1965), nehmen das Thema konzeptuell auf, indem die Künstlerin aus Wanderkarten mithilfe eines Skalpells den umgebenden Raum entfernt und nur ausgesuchte Pfade stehen lässt, so dass sich ein feines Geflecht aus begehbaren Linien ergibt. Wanderwege bleiben also dort allein sichtbar bestehen, wo sie sonst lediglich als Pfade dem Erreichen von landschaftlichen Zielen dienen, und markieren damit Bewegungslinien voller Kurven, Kehren oder Krümmungen, über die das Unterwegssein passiert, das Entdeckungen ermöglicht und den Horizont erweitert.

Abbildung: Anett Frontzek, Arbon, Schweiz, (Ausschnitt)

Kati Gausmann

Zudem hat die Künstlerin Kati Gausmann (*1968) für die Ausstellung einen Hase-Walk konzipiert. Interessierte sind eingeladen, mit der Künstlerin den Fluss schrittweise durch die Osnabrücker Innenstadt zu begleiten und an ausgewählten Orten gemein- sam innezuhalten.

Am Vorabend des Walks wird Kati Gausmann ihr Projekt im Rahmen eines Artist Talk vorstellen.

Kati Gausmann, aha, Linie aus Kreidefarbe auf Pflaster, ca. 360 Meter, im Rahmen von „tangency – Stadtvermessungen“, Festival für Kunst im öffentlichen Raum, Hasestraße, Osnabrück, 2015

Termine:

Freitag 11.11.2022 19.00 Uhr – HaseTalk mit der Künstlerin Kati Gausmann*

Samstag 12.11.2022, 14.00 Uhr – HaseWalk mit der Künstlerin Kati Gausmann*

Die Ausstellung endet am 19. November 2022

 

19.10.2022 öffentliche Probe 14 – 14:30h

Freitag, 21.10.2022 Eröffnung

19 Uhr Begrüßung und Einführung in das Ausstellungsprojekt

20 Uhr Performance blank memory of absence von Daniela Georgieva

Samstag, 22.10.2022

14.00 Uhr – Spaziergang “Wege und Umwege – Gehen“ mit der Kuratorin Ann-Katrin Günzel*

16.00 Uhr – Performance  „blank memory of absence“ von Daniela Georgieva*

19.00 Uhr – Performance „blank memory of absence“ von Daniela Georgieva*

Aufgrund des Performance-Konzepts und der Raum-Kapazität freuen wir uns über eine Anmeldung unter mail@hase29.de.

Eintritt frei, stattdessen bitten wir um eine Spende

Sonntag 23.10.2022

11.00 Uhr – Spaziergang “Wege und Umwege – Gehen“ mit der Kuratorin Ann-Katrin Günzel*

Die Ausstellung endet am 19. November 2022

Teilnehmende Künstler*Innen

Blank Memory of AbsencePerformance

Konzept und Choreographie: Daniela Georgieva

Choreographie und Tanz: David Kummer, Mihyun Ko, Josefine Luka Simonsen und Hugo Le Brigand

Musik: Lisa Klinkhammer
Kostüme: Judith Schroiff
Installation: Martin Pfeifle
Video & Film: Nathan Ishar

Ausstellende Künstlerin: Anett Frontzek

Kati Gausmann, Hase Walk und Künstlerinnen Gespräch

Sponsoren

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT; gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

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