Schrittweise

Ausstellung und Tanzperformance

Aufbrechen, gehen, spazieren, flanieren, lustwandeln, umherziehen, schweifen, wandern, laufen, vielleicht ankommen.

Mit Werken von Daniela Georgieva, Anett Frontzek und Kati Gausmann

kuratiert von Ann-Katrin Günzel

21. Oktober bis 19. November 2022

Eröffnung 21.10.2022 19 – 22 Uhr

Das Ausstellungs- und Performanceprojekt „schrittweise“ thematisiert im Rahmen der im Kunstraum hase29 dieses Jahr durchgeführten Reihe „Nähe und Distanz“ die elementare Form des Erkundens von Raum über die (Fort)Bewegung des Gehens. Im Zentrum steht dabei die Tanzperformance blank memory of absence der Düsseldorfer Choreografin Daniela Georgieva (*1979) Die vier internationalen Tänzer*innen Hugo Le Brigand, Mihyun Ko, David Kummer und Josephine Luke Simonsen erforschen den Kunstraum in einer vor Ort entstehenden Choreografie, indem sie das Gehen als ein ästhetisches Ausdrucksmittel einsetzen und darüber ephemere Bilder und Eindrücke hervorrufen, die als Erinnerungen nachwirken.

Foto: Nathan Ishar 

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Sich gegenseitig annähernd, suchend, indem sich Wege kreuzen, dabei Spuren und Verläufe aufzeigend, werden die Tänzer*innen ein eigenes Handlungsfeld erspüren und damit den Körper und das Selbst zur unmittelbaren Umgebung und zu den anderen in Beziehung setzen. Nähe und Distanz werden auf diese Weise spür- und erlebbar, Alltagshandlungen und Erfahrungen werden neu verhandelt, Lebenswege gegangen und das Spiel mit Abwesenheit und Leere prägt sich dabei in unser Bewusstsein. (Kostüme: Judith Schroiff, Sound: Lisa Klinkhammer, Raum Design: Martin Pfeifle)

Während der Probenwoche vom 17.-21.10 2022 werden sporadisch Einblicke in den Probenprozess möglich sein, das Publikum ist eingeladen, kurze Sequenzen in der Entstehung zu beobachten, bevor „schrittweise“ mit der Performance BLANK MEMORY OF ABSENCE am 21.10. eröffnet wird. Im Anschluss an die Aufführungen am Eröffnungswochenende werden die Filmaufnahmen, die Nathan Ishar während der Proben aufnimmt, im Kunstraum zu sehen sein.

Die Bilder der Dortmunder Künstlerin Anett Frontzek (*1965), nehmen das Thema konzeptuell auf, indem die Künstlerin aus Wanderkarten mithilfe eines Skalpells den umgebenden Raum entfernt und nur ausgesuchte Pfade stehen lässt, so dass sich ein feines Geflecht aus begehbaren Linien ergibt. Wanderwege bleiben also dort allein sichtbar bestehen, wo sie sonst lediglich als Pfade dem Erreichen von landschaftlichen Zielen dienen, und markieren damit Bewegungslinien voller Kurven, Kehren oder Krümmungen, über die das Unterwegssein passiert, das Entdeckungen ermöglicht und den Horizont erweitert.

 

Abb. Anett Frontzek, Arbon, Schweiz, (Ausschnitt)

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Das schrittweise Gehen, so wird sowohl in der Performance als auch in den Bildern deutlich, bedeutet immer auch einen Zugang zur Welt. Um diesen Zugang partizipativ für das Publikum anzubieten, erfolgt während der Laufzeit des Performance- und Ausstellungsprojektes eine Aufforderung zum Gehen, ein Appell zum Wiederentdecken des Alltagsraumes, wie er in zahlreichen künstlerischen Praktiken seit den 1960er Jahren zu finden ist, sei es Tanz, Performance, Land Art oder Walking Art. Über verschiedene Anweisungen, die im Kunstraum ausliegen, erfolgt eine schrittweise Erkundung der Umgebung, die inmitten der Geschwindigkeit der beschleunigten Mobilität unserer auf Effizienz bedachten Lebensrealität die Suche nach persönlichen Spuren und Pfaden erlaubt.

Termine:

19.10.2022 öffentliche Probe 14 – 14:30h

21.10.2022 Eröffnung
mit Begrüßung und Einführung in das Ausstellungsprojekt
19 – 20 Uhr Performance blank memory of absence

Weitere Aufführungen:
22.10.2022 um  16 – 17h und 19 – 20h

Aufgrund des Performance-Konzepts und der Raum-Kapazität freuen wir uns über eine Anmeldung unter mail@hase29.de.

Eintritt frei, stattdessen bitten wir um eine Spende

Die Ausstellung endet am 19. November 2022

 

Teilnehmende Künstler*Innen

Blank Memory of AbsencePerformance

Konzept und Choreographie: Daniela Georgieva

Choreographie und Tanz: David Kummer, Mihyun Ko, Josefine Luka Simonsen und Hugo Le Brigand

Musik: Lisa Klinkhammer
Kostüme: Judith Schroiff
Raum Design: Martin Pfeifle
Video & Film: Nathan Ishar

Ausstellende Künstlerin: Anett Frontzek

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