Maltuta – Kochen ist Handarbeit

1.- 19. Juni 2016

Der tunesische Künstler Rafram Chaddaz kocht ein tunesisch-jüdisches Fisch-Couscous und lädt Passanten und Besucher des Afrika Festivals unter den Arkaden des Kunstraums hase29 in der Hasestraße Osnabrück zu einen kostenlosen Probeessen ein. In einem eigens mitgebrachten Kupferkessen, wird Chaddaz ein Fisch Couscous aus Gerste zubereiten, dem sogenannten „schwarzen“ Getreide, das früher zu den Grundnahrungsmitteln vor allem der armen Bevölkerung gehörte, das aber heute als Bio-Produkt zu den hochpreisigen Lebensmitteln gehört. Kochen als künstlerische Aktion – der Künstler bezieht sich auf die verschwundene Traditionen und Gewohnheiten, spricht über die jüdisch-arabische Kultur in Tunesien und seine persönlichen Erfahrungen als Wanderer zwischen verschiedenen Kulturen.

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Das Schwarz-Weiß-Konzept bei Lebensmitteln hat in Tunesien große Bedeutung. Fisch-Couscous aus Grieß und Gerste wird heute nicht mehr gekocht, diese Arbeit erinnert an dieses Gericht. Gerste, das Grundnahrungsmittel der ärmeren Bevölkerungsschichten, verwandelte sich im modernen Leben im Zuge der „Bio-Revolution“ und wurde zu einem teuren Produkt. Die Menschen essen seitdem überwiegend Weißmehl. Dieses verursacht solche Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, aber es ist dennoch das meinst verwendete Lebensmittel in Nord Afrika. Das Projekt ist ein Aufruf, die sogenannten „schwarzen Lebensmittel“ auch für die ärmere Bevölkerung zugänglich zu machen.

ARTverwandt e.V. in Kooperation mit dem Afrika Festival Osnabrück und der Gesellschaft für zeitgenössische Kunst Osnabrück e.V.

Teilnehmende Künstler

Rafram Chaddaz

 

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