Luv und Lee

RAUMINSTALLATION von Lena von Goedeke und Sophia Pompéry

15. Februar – 30. März 2019

Ausstellung

Feiner weißer Sand mäandert über die Bodenfläche – die Installation von Lena von Goedeke und Sophia Pompéry verleiht dem Ausstellungsraum hase29 die Atmosphäre einer veränderbaren und zugleich zeitlosen Landschaft. Unter dem Sand verborgene Textfragmente werden im Luftstrom freigelegt oder durch Verwehungen zum Verschwinden gebracht. Alles erscheint flüchtig und fragmentarisch.

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NATUR erscheint in der Installation LUV UND LEE als erratisches Bild, als erhabener Ort einer Intervention, in der die minimalistische Szenerie eine untergründig verstörende Irritation erzeugt. Vor unseren Augen und unter unseren Füßen verwandelt sich „Luv und Lee“ buchstäblich in zwingende Fragen nach uns selbst und unserer Ethik im Umgang mit einer endlos „benutzten“ Natur …

Landschaft war schon bei Caspar David Friedrich kein wirklich beruhigender Zufluchtsort. Heute ist die Naturerfahrung eine ganz andere. „Luv und Lee“ zieht die Betrachter*innen tief in ihren Bann: Wie nehmen wir Raum und uns selbst wahr, wenn sich der Boden unter den Füßen bewegt und instabil ist? Kann „Luv und Lee“ auch als Dystopie einer unheilvollen Veränderung gesehen werden? „Das Welteis schmilzt, ein gewaltiges Fading-out – und das erleben wir in einem Tempo, das im Verhältnis zu den „langen Zeiten der Erde dramatisch ist“, so gerade Hartmut Böhme. Alles erscheint in dieser Terra inkognita zwischen Kunst und Natur aLuv und Lee bilden die erste Kooperation zwischen Lena von Goedeke (*1983) und Sophia Pompéry (*1984). Ein gemeinsamer Ausgangspunkt der feinsinnigen, doppelbödigen Arbeiten beider Künstlerinnen besteht in ihrem Interesse an naturwissenschaftlichen Phänomenen. Pompéry und Goedeke beschäftigen sich eingehend mit grenzwertigen Wahrnehmungssituationen: mit einem eigenen Sinn für Absurdität zeigen sie, wie unverlässlich, ambivalent und rätselhaft Wahrnehmung ist und wie sich speziell unsere Resonanzfähigkeit gegenüber Naturprozessen verhält.

„Erst war die Natur Vorbild, heute ist sie zu einem Nachbild von Kunst geworden. “ (Martin Seel) Die Abgründigkeit von Natur fasziniert seit jeher und bis in die Gegenwart. Gerade heute sind wir – anders in früheren Zeiten – nicht mehr nur teilnahmslose Betrachter*innen, sondern wir beginnen mehr und mehr die Folgen unserer Eingriffe auf dem Planeten Erde zu fürchten und ahnen bereits, was mit der Natur und uns geschehen könnte.

ls flüchtig und fragmentarisch. Doch ein utopischer Rest bleibt: „Die Vermessung der Welt ist verhandelbar, und es ist an uns, die Werkzeuge dafür zu billigen oder etwas ganz anderes damit anzufangen.“

 

Teilnehmende Künstler*Innen

Lena von Goedeke | Sophia Pompéry

 

Sponsoren

at-c
air technik consulting

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